Kurz gefasst. Ein Agent hat ohne vorgegebenen Ablauf einen kompletten Blogartikel-Workflow geplant und ausgeführt. Gliederung und Metadaten waren brauchbar, Quellenbewertung, Tonalität und Kürzung nicht.
Setup: Ein Ziel, kein Ablaufplan. Werkzeuge: Claude Cowork, Websuche, Dateiablage, Markdown. Ergebnis: Rohentwurf brauchbar. Was nicht funktioniert hat: Quellenprüfung und Kürzen.
Was passiert, wenn man einem Agenten nicht sagt, wie ein Blogartikel entsteht, sondern nur, dass am Ende einer dastehen soll? Genau das wollte ich sehen: ohne Zwischenschritte vorzugeben, ohne Prompt-Kette, ohne Sicherheitsnetz.
Der Auftrag
Ich habe eine Themenidee formuliert, die Zielgruppe beschrieben und die gewünschte Textlänge genannt. Danach nichts mehr. Der erste Schritt des Agenten war der interessanteste: Statt zu schreiben, hat er den Ablauf geplant und in Teilaufgaben zerlegt.
Was gut lief
Die Gliederung war sofort brauchbar. Auch die Metadaten kamen ordentlich: mehrere Titelvarianten, eine Description im passenden Rahmen, ein sauber gebildeter Slug.
Was nicht lief
Quellen ohne Bewertung
Der Agent hat recherchiert und zusammengefasst, aber ohne zu unterscheiden, ob eine Aussage aus einer belastbaren Quelle stammt.
Tonalität
Der Rohtext klang generisch. Erst mit einer explizit hinterlegten Stilbeschreibung wurde es besser.
Kürzen
Der Auftrag „kürze auf die Hälfte“ hat zuverlässig die konkreten Passagen entfernt und die allgemeinen stehen lassen.
Was ich daraus mitnehme
Der Workflow spart Zeit an den Stellen, an denen Struktur entsteht, und kostet Zeit an den Stellen, an denen Urteil nötig ist.
